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Infos (Stand 10.04.2010 ):

Die vorerst aktuellste Reise fand von Dezember 2009 bis Januar 2010 statt. Die vorige Reise hatten wir von Ende Januar - Anfang März 2005 unternommen.

chile motorrad

Geflogen sind wir 2009/2010 mit Lufthansa (Bremen - Frankfurt - Buenos Aires, 900,- € für die Kinder, 1200,- € für die Erwachsenen), 2005 mit TAM (hatten derzeit günstige Flüge; unsere Tickets, Bremen - Paris - Sao Paolo - Buenos Aires, hatten 740,- € gekostetet).

Die Infos zur aktuellsten Reise finden sich an dieser Stelle:

http://www.maliwi.ch/warzenpower/suedamerika-2009.html

Die Infos zur Tour 2005 (und allgemeine Infos) finden sich hier im Weiteren:

Gefahren sind wir zu dritt mit BMWs - R 80 G/S, R 100 GS und R 1100 GS. Die Motorräder wurden von Bremen nach Buenos Aires verschifft, die Verschiffung hat wieder mein Freund Frank von der Spedition Lexau,Scharbau durchgeführt. Kosten für die Verschiffung: ca. 300,- € pro Motorradkiste, komplett mit Versicherung. One-way ..... ;-) ohne hafengebühren in Buenos Aires (heftig!) und Rücktransport (noch heftiger...)

Die Gesamtkosten für die Verschiffung betrugen insgesamt etwa 1200,- € pro Motorrad.

Gefahrene Route 2005:

• Buenos Aires • Pampa • Peninsula Valdes • Patagonien • Feuerland • Torres del Paine • Perito Moreno • Ruta 40 = Carretera Austral • Isla Chiloé • Puerto Montt (holá, Samuel, Mirtha, Paulina, Julieta.....) - Valle Central • Paso Agua Negra • Talampaya Nationalpark • Buenos Aires

Länge der Strecke: etwa 11000 km

Anreise

Viermal waren wir bisher in Südamerika: 1994/95, 1996/97, 1999, 2005. Geflogen waren wir mit British Airways, TAM, Iberia und Aerolineas Argentinas; letztere würden wir nur ungern weiterempfehlen: unbequem und schlechter Service.....

Die Flugpreise bewegen sich in der für uns interessanten Saison (Oktober - März) zwischen 700 und 1000 €.

Die Motorräder haben wir jeweils von Bremen nach Buenos Aires verschifft. Vor jeder Reise haben wir uns nach Alternativen umgesehen: Flugtransport, Verschiffung nach Chile..... bisher hat sich der Seetransport nach Argentinien aber noch jedesmal als die günstigste Variante herausgestellt. Sie ist zudem halbwegs zuverlässig: die Schiffe fahren auch Richtung Südamerika nach Fahrplan, die Ankunft einer Seekiste schwankt höchstens mal um ein, zwei Tage; Schwierigkeiten gab es höchstens im Hafen von Buenos Aires, siehe unten.

Zollformalitäten...

Auf den bisher fünf Reisen hat es jedesmal Zeit und Nerven gekostet, das nach Buenos Aires verschiffte Moped aus den Klauen des Zolls bzw. der Spedition zu befreien... von hier aus nochmal ein herzliches Dankeschön an Heinz und Anna, die mich bzw. uns immer solange in ihrem Haus ertragen haben. Rekord war 1994: 2 Wochen Wartezeit auf das Motorrad, ca 250 €uro an obskuren Gebühren gezahlt, aber schließlich die Maschine in Händen gehabt...

Wer´s einfacher haben will, kann sich natürlich einen Agenten nehmen, der für etwa drei Stunden Arbeit gerne mal ein paar Hunderter (in € umgerechnet) kassiert. Mittlerweile sind wir erfahren genug, um die Sache selbst in die Hand zu nehmen, es ist jedoch immer ein ziemlicher Aufwand gewesen. Aber das gehört ja irgendwie auch dazu...
Bei allen drei Reisen konnten wir die Transportkiste für das Motorrad jeweils bei den Spediteuren stehen lassen, ohne Gebühr zu zahlen, das war dann ja auch sehr nett!

Lebenshaltungskosten :

Das Leben in Argentinien ist seit der Abwertung des Pesos für uns sehr billig geworden. Buenos Aires zählt mittlerweise zu den drei billigsten Hauptstädten Lateinamerikas.

Konkretes Beispiel: im Restaurant "Sigue la vaca" in Buenos Aires haben wir 1999 für das Buffet (Essen, bis die Schwarte kracht) inlusive einem Liter Bier oder Wein 20 Pesos bezahlt; das waren damals 40 DM.
Das Buffet kostet immer noch 20 Pesos, nur sind das mittlerweile 5,- €, also ein Viertel des damaligen Wertes!

Chile ist günstiger als Deutschland, wenn man sich in Supermärkten versorgt und an Artikel des täglichen Bedarfs hält. Pensionen und einfache Restaurants sind teilweise deutlich unter unserem Preisniveau. Gewisse Dinge sind erstaunlich teuer (guter Wein, hochwertigere Süssigkeiten, so mancher Zeltplatz hat den ahnungslosen Mitteleuropäer schon arm gemacht....). Benzin liegt bei etwa 80 Eurocent in Chile, bei 70 Eurocent in Argentinien. Im patagonischen Argentinien ist Benzin noch einmal billiger. Auf Feuerland ist alles teuer, bis auf Alkohol und Zigaretten.

 

Geld:

Mit der normalen EC-Karte kommt man in Argentinien und Chile mittlerweile sehr gut zurecht. Am günstigsten ist es, sich vor Reiseantritt ein Konto bei der Citibank in Deutschland einzurichten. So kann man in Argentinien an Schaltern der Citibank kostenlos Geld abheben. Wer mit Karte zahlen will, kann dies zum Teil ebenfalls mit der EC-Karte tun, oder aber natürlich mit Kreditkarten. In kleineren Städten ist Kartenzahlung nicht immer möglich.

Man kann mit Kreditkarte Geld abheben, das ist aber teuer und geht auch nicht von allen Automaten aus.

Traveller Schecks, die man bei American Express oder in vielen Banken eintauschen kann, scheinen etwas aus der Mode gekommen zu sein.

US-Dollars sind wegen der wirtschaftlichen Lage an den Automaten wohl nur mehr selten erhältlich.

Oftmals ist der Euro mittlerweile als Zahlungsmittel anerkannt!

Info des Auswärtigen Amtes:

" Mit Bankkarten, die das Maestro-Symbol tragen, und der PIN-Nummer sowie mit deutschen Kreditkarten kann in der Regel an Geldautomaten Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. USD lassen sich im ganzen Land problemlos tauschen; Wechselstuben oder Banken, die EURO in Pesos tauschen, sind weniger häufig. Travellerschecks können ebenfalls in Banken und Wechselstuben eingelöst werden. Mit Einschränkungen ist die Bezahlung in Restaurants und Hotels etc. mit Kreditkarte möglich. Bargeld darf bis zu einer Summe von 10.000 USD eingeführt werden." Dank an meinen Freund Harald für den Linktipp!

 

G e s u n d h e i t :

Mit der eigenen Krankenkasse Kontakt aufnehmen, wie weit man versichert ist. Meist ist eine private Zusatzauslandskrankenversicherung notwendig. Das Versorgungsniveau der (privaten) Krankenhäuser und Ärzte ist recht hoch. Gut sortierte Apotheken an jeder Ecke, auf dem Land (Pampa und Patagonien, Anden) logischerweise weniger. Es ist nicht unüblich, einfache Medikamente (Schmerzmittel) in den kleinen Krämerläden zu kaufen.

 

I m p f u n g e n:

Hepatitis A, B; Tetanus; evtl. Typhus; Gelbfieber (nur bei Reisen nach Bolivien bzw. Regenwaldgebiete); Malariaprophylaxe unnötig, ausser bei Fahrten zum Iguaçu und in den Dschungel.

 

P o s t :

Brief kostet 1,5 US-$, dauert ca. 1-2 Wochen, recht zuverlässig (ein Tip aus dem Internet: deutsche Briefmarken mitnehmen – man trifft immer mal wieder Deutsche, die Post für einen mitnehmen). Auf Päckchen von Deutschland nach Argentinien sollte man lieber verzichten – sehr, sehr teuer (2kg 25 €) und sehr, sehr unsicher, ob diese jemals in Argentinien oder Chile ankommen!

Allgemein gilt: Nichts wertvolles per Post versenden. Meine Diodenplatte wartet wahrscheinlich seit 1994 irgendwo da unten auf mich ... ;-)

Januar 1995 bin ich mit Vollgas die letzten 50 Kilometer Schotterpiste nach Ushuaia gekachelt, um meine sehnsüchtig erwartete Post aus der Heimat entgegenzunehmen - und es lag nichts auf dem Postamt - angeblich! Auch nach diversem Nachfragen nicht. Die Postangestellten waren aber wohl zu bequem, richtig nachzusehen - wieder zurück in Deutschland, konnten wir anhand der Poststempel auf den zurückgegangen Sendungen sehen, dass meine Post die ganze Zeit in Ushuaia gelegen hatte, während ich danach gefragt hatte.....

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