Moppedtour
nach Slowenien und Kroatien
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Mitte
Mai 2002 - die Moppeds sind gepackt...der Autoreisezug
ist gebucht ...
In letzter Minute haben wir noch Kalle mit reingenommen, dafür
mussten wir lediglich den Abfahrtsort von Hildesheim auf Hamburg
verschieben; kostet etwas mehr, ist von Bremen aus aber auch näher
dran.
Bei
Carsten in Bremen-Findorff ist Treffen um 17 Uhr, Lars ist sogar
mal der erste - sowatt kommt auch nicht alle Tage vor ... Harri
aus Ganderkesee und Kalli aus Oldenburg stecken wohl doch länger
im Stau, als sie gedacht haben ... Dann gehtÇs los, der IMO
an der G/S
wird auf 0 gesetzt und ab auf die Bahn... die Autobahn natürlich.
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Dann
geht es direkt auf den Bahnsteig in Hamburg-Altona - schon ganz witzig!
Beim Herrauffahren auf die Waggons heisst es "Kopf einziehen!"
- Moppeds stehen grundsätzlich unten, und dort ist es mit der
Kopffreiheit ziemlich bescheiden...
Das An- und Abbinden der Motorräder kann man im Prinzip selbst
vornehmen, aber die Leute von der Bahn hatten das schon ganz gut drauf...
Nachdem der Zug mit etwa einstündiger Verspätung gegen 21
Uhr losgezuckelt ist, machen wir es uns in unserem Abteil gemütlich.
Dabei stellen wir fest, dass mit vier Leuten wirklich die Grenze des
Zumutbaren erreicht ist - naja, je nach Verköstigung sogar schon
überschritten (Bohnen meiden!!). |
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Als Kalle und Lars im Oktober
2000 die Strecke Hamburg - Villach gefahren waren, hatten sie
ein Abteil für sich, was doch erheblich angenehmer war. Immerhin
hatten wir diesmal das Abteil komplett gebucht, mit vier Wildfremden
in einem Abteil zu verbringen ist sicherlich ein unvergessliches
gruppendynamisches Erlebnis ;-)
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Am
nächsten Tag gegen 12 Uhr kommen wir in Villach an - die Zugfahrt
war zwar auch nicht die reine Wohltat diesmal, aber bestimmt weniger
stressig als 1200 Kilometer Autobahn...nach dem Abladen geht´s
los - 15 Kilometer hinter Villach gehts nach Slowenien, und zwar
über den Wurzenpass - 22% Steigung, die Staubsauger (K 75)
haben ganz gut was zu kämpfen...danach links halten und nach
ein paar Kilometern wieder rechts über den Vrsic-Sattel: voll
die coole Strasse.....Kopfsteinpflaster, aber recht griffig, und
geniale Aussichten sowieso! |
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Am
Abend haben wir uns erst einmal an Kurven satt gefahren - es ist
gegen 20 Uhr, immer noch total milde und ziemlich einsam mittlerweile.
Wir beschliessen, wild zu zelten; problemlos finden wir auch ein
Plätzchen. Abends raschelt es im Gebüsch, während
wir am Coleman-Lagerfeuer sitzen ... gibt es hier auch Bären?
Dazu das offizielle Statement:
Hasen, Füchse, Luchse, Wiesel, Otter, Braunbären,
Rotwild, Marder, Wildschweine, Wildkatzen, Wölfe und Mufflons
(wilde Schafe) und andere Tiere sind in Kroatien beheimatet. |
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Als
typisch für Slowenien und Kroatien haben wir erlebt, dass eine
in der Karte als Hauptverbindungsweg eingezeichnete Strecke urplötzlich
in einen Waldweg mündet - Schotterspass legal!
Spannend sind auch die ganzen Wege Richtung istrische Westküste
- lauschige Wälder, kleine Dörfer, immer wieder öffnen
sich Fernblicke bis an die Adria...
Als etwas unangenehm haben wir teilweise die Begegnungen mit den
Menschen in Kroatien erlebt - siehe Infoseite.
Als wir von Nova Gorica aus immer südöstlich alles an
kleinen Schotterstrassen mitnehmen, was wir kriegen können,
landen wir ausgerechnet an einem Sonntag an einem der wenigen "grünen"
Grenzübergänge von Slowenien nach Kroatien...herrliche
Strecke, durch die typische Karstlandschaft (Winnetou und Old Shatterhand
haben wir auch fast getroffen...), aber der Grenzer, der uns in
einem einsamen Dorf anhielt, war überhaupt nicht erfreut darüber,
dass wir ausgerechnet an einem Sonntag über die zudem noch
unbewachte Grenze "geschlichen" kamen... |
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