Die Planeten

Name

Abstand zur Sonne

Umlaufzeit u.d. Sonne

Rotationszeit am Äquator

Durchmesser am Äquator

Merkur

57.900.000 km

87,97 Tage

58,65 Tage

4.879 km

Venus

108.200.000 km

224,7 Tage

243,01 Tage

12.104 km

Erde

149.600.000 km

365,27 Tage

23,93 Stunden

12.756 km

Mars

227.900.000 km

687 Tage

24,62 Stunden

6.794 km

Jupiter

778.300.000 km

11,86 Jahre

9,84 Stunden

142.984 km

Saturn

1.427.000.000 km

29,46 Jahre

10,23 Stunden

120.536 km

Uranus

2.869.600.000 km

84,01 Jahre

17,24 Stunden

51.118 km

Neptun

4.496.600.000 km

164,79 Jahre

17,80 Stunden

49.528 km

Pluto

5.900.100.000 km

248 Jahre

6,39 Tage

2.300 km

Aus der römischen Mythologie: Gott des Handels, der Reisenden und der 
Diebe

Merkur

Astronomische Beobachtungen von der Erde verraten uns nur wenig über den sonnennächsten Planeten. Da sich der Merkur immer in der Nähe der Sonne befindet, kann man ihn mit dem Fernrohr nur kurze Zeit am Tage oder in der Dämmerung beobachten. Durch seine Rotationszeit und seine Umlaufzeit läßt sich verläßlicherweise sagen, dass der Merkur sich während zweier Umläufe um die Sonne dreimal um seine eigene Achse dreht. Die großen Temperaturunterschiede auf dem Merkur, die zwischen +4270C und -1730C liegen, lassen sich leicht durch seine unregelmäßigen Abstände zur Sonne erklären, die zwischen 46 und 70 Millionen km übetragen.Ein weiterer Grund für diese Extreme ist die besonders dünne Atmosphäre. Es ist auch interessant, dass der Merkur der Sonne zu bestimmten Entfernungen (46 Mio. km) immer die gleichen "Teile" zuwendet, nämlich entweder den Nullten oder den 180sten Meridian. Die meisten Kenntnisse über den Merkur hat uns die Raumsonde Mariner 10 in den Jahren 1974/1975 gebracht. Da während der drei Vorbeiflüge jeweils immer nur die gleiche Seite der Sonne zugewandt war,  konnte der Merkur bisher auch nur von einer Seite kartographiert werden. Die Fotos der Sonde, die bis auf 100m Details gezeigt haben, lassen erkennen, dass der Merkur unserem Mond gleicht, da er sehr viele Krater aufweist. Im Gegensatz zum Mond weist der Merkur aber keine "dunklen Meere" auf. Eine Erscheinung, die auf unserem Mond nicht vorzufinden ist, ist ein System von Furchen, die 500 bis 1000 km hoch und hunderte von Kilometern lang sind. Diese Erscheinung wurde wahrscheinlich durch extreme Temperaturänderungen im Planeteninneren und daraus resultierende starken Beben verursacht.

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Göttin der Liebe und der Schönheit 

Venus

In bezug auf die Größe, die Masse und die mittlere Dichte ähnelt die Venus der Erde am meisten. Sie ist dagegen aber auch der unerforschteste, erdähnliche Planet. Die Planetenoberfläche bleibt uns wegen einer sehr dichten, mit undurchsichtigen Wolkenschichten durchsetzten Atmosphäre verborgen. Durch diverse Sonden konnten die Wissenschaftler die Venus näher untersuchen. Dabei kam heraus, das die Atmosphäre zu 97% mit Kohlendioxid versetzt ist und das die Oberfläche felsig ist. Wasser findet sich nur in Form von Wasserdämpfen in der Atmosphäre. Auf dem Planeten herrscht eine durchgehende Temperatur von 4500C. Die Oberfläche ist eine relativ ebene Fläche. Nur auf etwa 8% des Planeten findet man Hochländer, die zwischen 1,5 und 10,6 km hoch sind. Ebenso gibt es auf der Venus eine Zahl von Vulkanen mit Durchmessern von 35 bis 350 km. Auf Aufnahmen von gelandeten Raumsonden (Venera-Sonden) erkennt man scharfkantige Steine. Diese Steine sind Hinweise darauf, dass die Venus geologisch noch aktiv ist und ihre Oberflächenformung noch nicht beendet ist.

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König der Götter, Herrscher über den Olymp und Patron des römischen Staates 

Jupiter

Die Atmosphäre des Jupiter, die den Haupteil des Planeten ausmacht, besteht aus Wasserstoff und Helium. Temperatur und Druck steigen, je weiter man zum Planetenzentrum kommt. Durch ein Fernrohr betrachtet, sieht man lediglich Wolkenformationen, die wie dunkle und helle Streifen aussehen, die parallel zum Äquator verlaufen. Die Streifenstrukturen entstehen durch Zirkulationen in der Atmosphäre. Die dunkleren Streifen sind tiefliegende Wolken, die hellen Streifen dagegen stellen kühle Wolken dar, die in einer großen Höhe vorkommen. Die Farben der Wolken entstehen durch chemische Verbindungen, die bei unterschiedlichen Temperaturen und Höhen entstehen. Die Temperatur in den oberen Wolkenschichten beträgt -1400C, in tieferen Wolkenschichten steigt sie bis auf 00C. Die Zirkulation der Atmosphäre entsteht nicht hauptsächlich durch Sonnenwärme, sondern auch durch Wärme, die vom Planeteninneren aufsteigt. Die auffälligste Erscheinung auf dem Jupiter ist der rote Fleck" (Great Red Spot). Dieser Fleck ist die höchste und kälteste Wolkenformation. Die Wolke ist ein atmosphärischer Wirbel gegen den Uhrzeigersinn, in etwa vergleichbar mit sehr starken Orkanen auf der Erde, wobei dieser Wolkenwirbel auf dem Jupiter Geschwindigkeiten von mehr als 500 km/h erzeugt. Neben den vier Hauptmonden und den zwölf kleineren Asteroiden, die den Jupiter begleiten, gibt es auch noch einen sehr dünnen Staubring um den Planeten, der in einer Entfernung von 47 bis 53 Tsd. Km den Planeten umkreist. Der innere Teil des Rings ist von geringer Dichte und wahrscheinlich aus Staubpartikeln zusammengesetzt, die langsam auf den Planeten fallen.

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Gott des Ackerbaus 

Saturn

Der Saturn ist mit bloßem Auge als gelblicher Lichtpunkt sichtbar. Besonders auffällig ist das Ringsystem und sein größter Satellit Titan. Der Saturn ist zwar der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem, seine geringe Dichte läßt aber vermuten, dass der Planet aus leichten Elementen bestehen muss und buchstäblich in Wasser schwimmt. Die äußere Schicht der Saturn-Atmosphäre ist, ähnlich wie beim Jupiter, mit dunklen und hellen Streifen "überzogen". Durch die geringere Anziehungskraft des Saturn, sind die Wolken mehr gestreut, deshalb fallen die Wolken nicht so auf. Den Saturn begleiten insgesamt 21 Monde. Der Ring um den Saturn besteht aus fünf einzelnen Ringen. Man geht davon aus, dass die Ringe sich aus meteoritischem Material zusammensetzen. Die Entstehung ist aber weiterhin ein Rätsel. Entweder ist der Ring entstanden, so wie wir ihn heute kennen, oder er entstand durch den Zerfall eines ehemaligen Mondes. Von der Erde aus kann man nur die beiden hellsten Ringe, den sog. A- und B-Ring sehen, die von einerm Zwischenraum getrennt werden, der sich die "Cassinische Teilung nennt. Weiterhin kann man bei einer genaueren Betrachtung den C-,D-,E-,F- und G-Ring sehen. Desweiteren konnte man feststellen, dass sich viele der Ringe aus einer großen Menge kleiner Einzelringe zusammensetzt.

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Altgriechische Gottheit der Himmel, der früheste Götterfürst 

Uranus

Der Uranus wurde erst 1781 entdeckt, der erste Planet, der nur mit dem Fernrohr gefunden wurde. Durch das Teleskop zeigt sich der Gasgigant als eine winzige, grüne Scheibe. Durch eine extreme Schräglage, die vermutlich durch den Zusammenprall mit einem Kometen enstanden ist, und die lange Umlaufzeit um die Sonne, erlebt der Nord- sowie der Südpol abwechselnd einen 21 (Erd-)jährigen Sommer. Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium, die Temperaturen liegen bei etwa 2200C. Wegen der großen Entfernung konnte man sich lange Zeit kein genaues Bild vom Uranus machen. Erst als im Januar 1986 die Voyager 2-Sonde am Uranus vorbeiflog und tausende Bilder zur Erde funkte, konnte man sich einen besseren Eindruck des Planeten verschaffen. Man sah Wolken und Nebelwände, sowie parallel zum Äquator verlaufende Strukturen. Der Kern des Uranus hat einen Durchmesser von 15.000 km und wird von einem 10.000 km dicken Eismantel aus Methan, Wasser und Ammoniak umhüllt. 1977 fand man durch Zufall heraus, dass auch der Uranus ein Ringsystem besitzt. Die gelieferten Bilder der Voyager 2-Sonde erhöhte die Zahl der Ringe auf 11, die allerdings alle nur etwa 10 km dick sind (nur der äußere Epsilon-Ring ist zwischen 20 und 100 km breit). Die Ringe liegen in einem Abstand zwischen 42.000 und 52.000 km vom Planetenkern am Äquator.

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Gott des Meeres 

Neptun

Der Neptun wurde 1846 als achter Planet entdeckt. Man suchte nach ihm, als festgestellt wurde, dass Uranus von seiner berechneten Umlaufbahn abwich. Die Ursache hierfür sollte nach damaligen Überlegungen ein weiterer Planet sein, den man schließlich auch fand. Während des Vorbeifluges von Voyager 2 1989 zeigten sich ziemlich vielfältige Oberflächenmerkmale, z.B. die hellen Umrandungen der Pole, breite Streifen in verschiedenen Blautönen, die über die Südhalbkugel zogen, sowie ein großer dunkler Fleck, der dem großen Roten Fleck auf dem Jupiter ähnelt. Der Fleck ist in Wirklichkeit ein Loch in der Wolkendecke, durch das man die Oberfläche sehen kann. Eine Aufgabe der Voyager 2-Sonde war es, im Vorbeiflug festzustellen, ob im Orbit des Neptun auch ein Ringsystem existiert, da man entsprechende Vermutungen äußerte. Nach den Aufnahmen der Sonde, stellte sich heraus, dass der Neptun von drei Ringen in einer Entfernung von 53 - 63 Tsd km Entfernung umspannt ist. Die Ringe bestehen hauptsächlich aus mikroskopischen Staubpartikeln und sind alle relativ schmal.

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Pluto ist der Gott der Unterwelt;Charon wurde nach der mythologischen Figur benannt, die die Toten über den Styx in den Hades (die Unterwelt) 
übersetzt 

Pluto und Charon

Trotz des Fundes des achten Planeten Neptun und einer Neuberechnung der Uranus-Umlaufbahn um die Sonne, gab es immer noch Abweichungen. Bis 1930 dauerte es, bis der neunte Planet, der Pluto gefunden wurde. Bei Untersuchungen von Sternbedeckungen durch Pluto wurde 1978 der Pluto-Trabant Charon entdeckt. In einer Entfernung von 19.700 km umläuft Charon Pluto in 6,387 Tagen einmal. Da diese Umlaufzeit mit der Rotationsperiode des Pluto übereinstimmt, befindet Charon sich immer über der gleichen Stelle des Pluto. Durch die Bahnneigung eines Planeten und seines Trabanten wird oftmals eine gegenseitige Verfinsterung beobachtet. Diese Verfinsterung läßt auf die Maße der beiden Himmelskörper schließen. Danach ist Charon etwa halb so groß wie Pluto, so dass es sich hier nicht um einen Planeten und seinen Trabanten handelt, sondern um einen Doppelstern. Trotz der Neuberechnungen der Astronomen konnte die Umlaufbahn des Uranus immer noch nicht richtig korrigiert werden. Einige Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, das sich in unserem Sonnensystem ein weiterer, noch unentdeckter zehnter Planet befindet.

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